Cally Parkinson und Greg Hawkins haben anhand der Aussagen der Berfragten entdeckt, dass die Beziehung zu Christus - ähnlich wie es in Paarbeziehungen der Fall ist - unterschiedliche, aufeinander folgende Phasen durchläuft. Jede dieser Phasen kann deutlich von den anderen unterschieden und mit ihren Charakteristika, Entwicklungen und Herausforderungen klar beschrieben werden. Auf diese erste, grundlegende Entdeckung folgte die Beobachtung, dass in jeder Phase bestimmte Entscheidungen ausschlaggebend dafür sind, ob ein Mensch sich in dieser Phase weiter auf Christus zubewegt und schließlich die nächste Phase der Beziehung erreicht oder ob er in einer Phase steckenbleibt oder gar die Beziehung wieder beendet. Diese in jeder Beziehungsphase ganz unterschiedlichen Entscheidungen nennen die Autoren der REVEAL-Studie Katalysatoren, weil sie eine Bewegung in Gang setzen können. Diese Erkenntnisse ermöglichen Leitenden und Gemeinden, evidenzbasiert und zielgerichtet so zu handeln, dass Menschen gefördert werden, auf dem Weg ihrer Beziehung zu Christus vorwärts zu gehen.
Christus entdecken
Dies ist die Phase, in der ein Mensch sich vielleicht zum ersten Mal oder aber entschiedener als bisher eine Meinung darüber bildet, wer Jesus Christus eigentlich ist und welche Rolle er in Zukunft im eigenen Leben spielen soll. Mit der Entscheidung, ihm folgen zu wollen, beginnt die folgende Phase.
In Christus wachsen
Dies ist die Phase, in der ein Mensch entdeckt und erprobt, was es bedeutet, Christus zu folgen. Er beginnt, eine Beziehung mit ihm aufzubauen und zunehmend das Leben und den Alltag mit ihm gemeinsam zu gestalten. Mit der Entscheidung, trotz Hochs und Tiefs nicht mehr auf Christus verzichten zu wollen, beginnt die folgende Phase.
Nah bei Christus
Menschen in dieser Phase der Beziehung wissen sich täglich auf Christus angewiesen und suchen die tägliche Verbindung zu ihm, weil er ihnen ein vertrauter Freund geworden ist. Mit der Entscheidung, sich ihm in allem und vorbehaltlos anzuvertrauen und ihm kompromisslos in allem zu folgen, beginnt die folgende Phase der Beziehung.
Christus im Zentrum
Menschen in dieser Beziehungsphase würden ihre Beziehung zu Christus als die wichtigste Beziehung ihres ganzen Lebens beschreiben. Sie wünschen sich (und sind den Rest ihres Lebens damit beschäftigt, das zunehmend zu lernen), dass ihr Leben Christus ehrt und dass er alles prägt, was sie denken, sagen und tun. Sie schließen sich bewusst und aktiv dem an, was er in dieser Welt tun will.
Grundlegende geistliche Überzeugungen und Einstellungen
Wenn Menschen sich mit bestimmten Glaubenseinstellungen auseinandersetzen und entscheiden, dass diese für ihr eigenes Leben Gültigkeit haben sollen, bewegt sie das auf Christus zu.
Bestimmte organisierte Gemeindeaktivitäten
Auch die Entscheidung, sich an bestimmten Gemeindeaktivitäten zu beteiligen, wird häufig dazu beitragen, dass ein Mensch seine Beziehung zu Christus intensiviert. Deutlich ist aber: die Teilnahme am Gottesdienst trägt zu dieser Entwicklung weit weniger bei als häufig angenommen. Stattdessen ist die Beteiligung an anderen Gemeindeaktivitäten entscheidend, die aber häufig weniger im Fokus stehen als das Ziel, einen attraktiven Gottesdienst zu gestalten.
Verschiedene individuell praktizierte geistliche Übungen
Unter diesem Begriff verbirgt sich alles, was ein Mensch tut, um die Beziehung zu Christus konkret in seinem Alltag regelmäßig zu pflegen. Die Entscheidung, bestimmte geistliche Übungen auszuprobieren, zu entdecken, zur Gewohnheit zu machen, hat in allen Phasen eine hohe katalytische Wirkung, weil Menschen damit in direkte Beziehung zu Christus treten.
Spezielle geistliche Aktivitäten mit anderen in Eigeninitiative
Hier handelt es sich um Aktivitäten, die überwiegend außerhalb des organisierten Gemeindeumfelds stattfinden und die Menschen in Eigeninitiative in ihrem Alltag verfolgen. Die Entscheidung, sich an bestimmten Aktivitäten mit anderen zu beteiligen, hat das Potenzial, Menschen weiter auf Christus zuzubewegen.
Entscheidend war die Erkenntnis, dass sowohl jede Katalysatorenkategorie als auch die Einzelentscheidungen innerhalb jeder Kategorie in jeder Beziehungsphase eine jeweils unterschiedliche Rolle spielen. Dadurch wurde deutlich bewusst, dass jede einzelne Kategorie im Blick zu haben mindestens ebenso wichtig ist wie das Gestalten guter Gemeindeaktivitäten.
In ihren ersten Veröffentlichungen beschreiben die Autoren der REVEAL-Studie ihre Entdeckungen ausführlich und zeigen auf, zu welchen Veränderungen das im Denken und Handeln ihrer Gemeinde führte.
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